
Vor einiger Zeit bin ich auch das interessante Projekt Euler gestoßen. Hierbei handelt es sich um eine Art Rätselportal, wobei die gestellten Aufgaben allesamt einen mathematischen Hintergrund haben - wie der Name Euler schon vermuten lässt. Über 360 Aufgaben können dort derzeit gelöst werden, wobei mit zunehmender Aufgabennummer auch die Schwierigkeit steigt. Zum Lösen der Aufgaben kann eine Programmiersprache nach Wahl genutzt werden. Manche Probleme lassen sich jedoch auch einfach mit Papier und Bleistift lösen, was zugegebener Maßen aber selten der Fall ist. Das Lösen der Aufgaben erfordert meist mehr, als nur einen mathematischen Einblick, da elegante und vor allem effiziente Wege gefunden werden müssen. Brute-Force-Methoden führen zwar immer zum Ziel, doch ist ungewiss, ob man das jeweilige Resultat noch selbst erleben wird - ein zweifelhaftes Erbe...
Zwischen Weihnachten und Neujahr habe ich begonnen, die ersten Aufgaben vom Euler-Projekt zu lösen. Die erste Dekade war schnell genommen. Wie lange es dauern wird, 100 Probleme gelöst zu haben, bleibt jedoch abzuwarten. Zwar ist die Euphorie noch nicht gebremst aber die Probleme werden knackiger. Als Geodät ist die angewandte Mathematik das tägliche Brot und dennoch zeigen Projekte dieser Art, wie wenig man davon eigentlich kennt oder gar nutzt. Der nötige Lerneffekt bleibt somit nicht aus. Spätestens, wenn der eigene Algorithmus nach 10 Minuten die richtige Zahl ausspuckt und man sich freut wie ein Schneekönig, kommt erste die Ernüchterung und dann das Aha-Erlebnis beim Studieren der Algorithmen von anderen Usern, die das Problem in 5 Sekunden lösen.
Ein Teil der Aufgaben wurde bereits ins Deutsche übersetzt. Zum Verifizieren der Lösung ist jedoch weiterhin ein Account beim ursprünglichen Projekt notwendig.