
Um geographische Koordinaten, bestehend aus Länge und Breite, in der Ebene abzubilden, müssen diese umgeformt werden. Umgekehrt sind kartesische Koordinaten einer bestimmen Abbildung in geographische Koordinaten umzuwandeln, wenn diese auf ein anderes geodätisches Datum übertragen werden oder ein Projektionswechsel stattfinden soll. Durch Vorgabe eines Bezugsellipsoids und einer Abbildung ist diese Umrechnung eindeutig definiert. Es existiert somit eine direkter funktionaler Zusammenhang, sodass im Gegensatz zur Koordinatentransformation für die Koordinatenumformung keine Ausgleichungsrechnung notwendig ist.
Mithilfe von GeoTra lassen sich rechtwinklige Koordinaten in ihr geographisches Pendant umwandeln. Selbstverständlich ist auch die Umkehrung: geographische Koordinaten in kartesische Koordinaten möglich. Neben den fünf gebräuchlichsten Bezugsellipsoiden in Deutschland und Europa:
können weitere (nutzerspezifische) Ellipsoide durch Eingabe der großen und kleinen Halbachse bei der Umrechnung berücksichtigt werden. Bei den Projektionen kann der Anwender derzeit in GeoTra folgende auswählen:
Der Bezugsmeridian wird selbstständig aus den vorgegebenen Koordinaten ermittelt. Zur Realisierung eines Streifenübergangs kann jedoch auch der Bezugsmeridian des Nachbarstreifens vorgegeben werden. Bei UTM-Koordinaten ist weiterhin einzustellen ob sich diese auf die Nord- oder Südhalbkugel beziehen.
Die in GeoTra implementierten Formeln sowie die Parameter der Bezugsellipsoide sind vollständig (Hofmann-Wellenhof et al., 1994) entnommen, welche die Umrechnungsgenauigkeit mit wenigen Millimetern angeben, was für nahezu alle praktischen Anwendungen mehr als ausreichend sein dürfte.