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Koordinatenumrechnungen mit GeoTra und Schätzung eines Regressionskegels mit der FormFittingToolbox

20.12.2009

Es ist kurz vor Weihnachten und somit Zeit für ein letztes Update für dieses Jahr. Zwei neue Bücher habe ich besprochen. Zum einen ein Buch über GUM - Guide to the Expression of Uncertainty in Measurement und zum anderen GPS in der Praxis, welches mir Thore - ein guter Bekannter – einmal empfohlen hat. Letzteres habe ich dann auch gleich benutzt, um das Modul GeoTra zu erstellen und in JAG3D zu integrieren. GeoTra ist zur Koordinatenumformung geeignet und kann aus geographischen Koordinaten kartesische machen und umgedreht. Es ermöglicht somit bspw. die Umrechnung von Gauß-Krüger oder UTM-Koordinaten in geographische Koordinaten bei Vorgabe eines Bezugsellipsoids. Fünf für Deutschland und Europa relevante Ellipsoide sind bereits definiert, anderer können einfach hinzugefügt werden.

In der Formanlysesoftware gab es die meisten Updates in der jüngeren Vergangenheit, da ich hier den größten Anwenderkreis hatte bzw. das meiste Feedback hatte. Hier lag der Fokus vorrangig auf dem Auffinden von groben Fehlern und der Beschaffung von hinreichend guten Näherungswerten. Neu hinzugekommen ist die Bestimmung eines Regressionskegels aus einer gegebenen Punktwolke. Bestimmt werden die Kegelachse, die durch einen Aufpunkt und einen Richtungsvektor vollständig beschrieben ist, und der Öffnungswinkel. Die erste Näherung wird wiederum über eine Quadrik abgeleitet.
Dem Wunsch von Prof. Kern im Forum: Rechenbeispiele für die Ausgleichungssoftware anzubieten, bin ich nun in Teilen nachgekommen. Auf der Projektseite von SourceForge.net sind derzeit 15 Anwendungsbeispiele zur Formanalyse aus der Standardliteratur zusammengetragen, mit denen zumindest die FormFittingToolbox ausprobiert werden kann. Für die anderen Ausgleichungsmodule werde ich das bei Gelegenheit nachholen.

Ich wünsche all meinen Besuchern ein besinnliches Weihnachtsfest im Kreise der Familie und einen guten Rutsch ins neue Jahr!


Überarbeitung der Näherungswertbestimmung für Formmaße mittels Quadriken im Modul FormFittingToolbox

20.11.2009

Im Softwaremodul FormFittingToolbox zur Bestimmung von Regelgeometrien innerhalb von JAG3D habe ich die Routine zur Bestimmung von Näherungswerten für verschiedene Formen überarbeitet. Betroffen sind davon die Ausgleichungen von Kreisen, Ellipsen und Kugeln, bei denen die erste Näherung der Formmaße nun über Kurven bzw. Flächen 2. Ordnung erfolgt; die sich anschließende Ausgleichung im Gauß-Helmert-Modell sollte dann recht schnell konvergieren.

Ferner habe ich zwei weitere, lesenswerte Bücher in der Literaturecke hinzugefügt. Zum einen das von Wolfgang Becker im Forum einmal empfohlene Buch von Wolf & Ghilani, und zum anderen den DVW-Tagungsband zum Fortbildungsseminar: Zeitabhängige Messgrößen, verborgene Schätze in unseren Daten.
Da die Anzahl der vorgestellten Bücher auf einer einzigen Seite inzwischen recht unübersichtlich geworden ist, habe ich die vorgestellte Literatur kategorisiert in:

Ein Hinweis auf den im Geodäsieportal kürzlich veröffentlichten Fachartikel zur Rückwärtsschnittbestimmung mit Fehlerbetrachtung durch eine Monte-Carlo-Simulation ist sicher für Geodäten hilfreich und interessant. Verglichen werden drei Verfahren zur Bestimmung des Neupunktes durch einen Rückwärtsschnitt, die als JavaScript implementiert wurden. Der Nutzer kann somit eigene Berechnungen und Abschätzungen durchführen. Über Anregungen und Hinweise freut man sich sicher im Forum Vermessung!


Zeitabhängige Messgrößen, verborgene Schätze in unseren Daten

08.09.2009
Deutscher Verein für Vermessungswesen e.V.
DVW e.V.

Mit dem Auffinden verborgener Schätze in den Messdaten wurde das zurückliegende Fortbildungsseminar, welches vom 7.-8. September in Kassel stattfand, beworben. Fast 100 Teilnehmer nahmen die Einladung von DVW - Deutscher Verein für Vermessungswesen e.V. - und VDV - Verbandes Deutscher Vermessungsingenieure e.V. - an. Fünf Vortragsblöcke umfasste das zweitägige Seminar, in dem neben den theoretischen Grundlagen vor allem praktische Anwendungen gezeigt wurden, die den Zuhörern für das Entdecken der versteckten Schätze sensibilisieren und eine grundsätzliche Herangehensweise aufzeigten.

Bemerkenswert war aus meiner Sicht vor allem das breite Spektrum an Anwendungsmöglichkeiten. So beschränkten sich die Vorträge nicht nur auf das - vermutlich naheliegende - Monitoring von Bauwerken sondern zeigte auch das Potenzial in anderen Bereichen. Das Ziel, möglichst viele Geodäten aus der Praxis mit diesem Seminar zu erreichen, hat man nicht ganz erreicht. Etwa ein Viertel der Besucher kam aus der freien Wirtschaft, der Rest aus dem Hochschulbereich. Eine Fortsetzung des Seminars wurde in der Abschlussdiskussion mehrheitlich befürwortet und soll zukünftig noch intensiver auf die praxisnahe Handhabung eingehen. Alle Seminarbeiträge sind in einem Tagungsband der DVW-Schriftenreihe (Band 59/2009) zusammengetragen.

Ein paar Bilder aus Kassel und vom Seminar, die ich gemacht habe, sind in der Galerie Zeitabhängige Messgrößen, verborgene Schätze in unseren Daten auf dieser Homepage zu finden.


the fastest browser on earth

02.09.2009

Die Skandinavier zeigen mal wieder allen, was sie sich unter einem echten Internetbrowser vorstellen und haben nun das 10. Release auf den Markt geworfen. Auf Spiegel-Online findet man heute auch einen kurzen Artikel zur Neuerscheinung aus Oslo. Dort werden die Innovationen des Edel-Browsers aufgezählt, die von anderen Herstellern gern geklaut werden - nur Original ist legal...


Problem beim Laden alter Projekte nach JAG3D-Update behoben

28.08.2009

Nachdem ich in JAG3D alle Matrixklassen in ein eigenes Paket verschoben, war es leider nicht mehr möglich, alte Projekte einzulesen. Das Problem habe ich heute bemerkt und nun behoben. Ferner war die formelle Prüfung, ob eine Ausgleichung überhaupt genügend Beobachtungen besitzt, um die unbekannten Parameter zu bestimmen, für die freie Netzausgleichung falsch. Hier wurden Berechnungen nicht durchgeführt, auch wenn diese bestimmbar waren. Bei Netzen mit normaler Redundanz sollte es jedoch nie zu einem Problem gekommen sein. Zu guter Letzt habe ich noch einen kleinen Zuordnungsfehler bei der Standardabweichung bei optionalen Unbekannten wie bspw. dem Streckenmaßstab korrigiert.


Quaternionbasierte Näherungswertbestimmung bei 3D-Ellipse

23.08.2009
LeAxe - Datenkonvertierung (040/021 -> GSI) - diegeodaeten.de
LeAxe - Datenkonvertierung von Achselementen ins GSI-Format (Leica)

Für die Bestimmung von Formparametern mit dem erstellten Analysetool sind grundsätzlich geeignete Näherungswerte notwendig. Im Moment werden diese vom Programm noch selbstständig berechnet. Der Nutzer hat keinen Einfluss auf diese oder die Möglichkeit, welche vorzugeben. Diesen Umstand werde ich ggf. in nächster Zeit mal angehen und eine Option schaffen, Startwerte vorzugeben.

Das die interne Berechnung von Näherungswerten nicht immer so funktioniert, wie ich mir das vorgestellt habe, konnte ich nun an einem Beispiel selbst in Erfahrung bringen. Es galt eine räumliche Regressionsellipse aus Orbitparametern von Satelliten zu schätzen. Das aufgestellte Gleichungssystem konvergierte dabei nicht. Der Grund waren schlecht gewählte Näherungswerte, wie sich zeigte. Für die 3D-Ellipse habe ich daher die Bestimmung der Startwerte überarbeitet. Das echten 3D-Problem wird hierzu in zwei Teilprobleme überführt. Zunächst wird die Ebene geschätzt, in der die Ellipsenpunkte liegen. Aus dem Normalenvektor dieser Ebene und der Z-Achse wird anschließend Drehachse und -winkel bestimmt und eine Quaternion gebildet, welches die Ellipsenebene parallel zur XY-Ebene dreht. Mit den Projektionspunkten lässt sich nun eine 2D-Ellipse schätzen. Die dabei ermittelten Parameter werden abschließend durch Umkehrung der Rotation in die Ausgangslage überführt und als erste Näherung in die 3D-Ausgleichung der Ellipsenbestimmung eingeführt. Meinen anfänglichen Problemfall konnte ich so lösen. Der aufgezeigte Weg ist in der aktuellen Version der FormFittingToolbox implementiert

Das Wandeln von Daten ist eine lästige aber dennoch notwendige Aufgabe - nicht nur im Vermessungswesen. Unterschiedliche Programme oder Instrumentenhersteller sorgen schon dafür, dass es nicht langweilig wird. Im Forum der Vermessungsingenieure kam jüngst die Frage nach einem Datenkonverter auf, der Daten von Straßenachsen (*.021 und *.040) in das Leica spezifische Format GSI-8 bzw. GSI-16 wandelt. Zusammen mit Andy Wolf und Philipp Radtke, der die Problemstellung lieferte, haben wir ein kleines Programm entwickelt, dass diese Aufgabe bewältigt. LeAxe heißt das Tool, welches Trassierungsdaten ins Geräteformat der Schweizer überführt. Das Programm LeAxe ist selbstverständlich freie Software und kann kostenlos im Downloadbereich der Geodäten runtergeladen werden. Weitere Anregungen nehme ich gern hier oder im Forum-Vermessung entgegen.


Design 2009 - das neue Layout, der letzte Kick

17.08.2009

Meine Heimseite erstrahlt seit heute im neuen Gewandt. Nachdem ich anfangs jährlich das Design gewechselt habe, war ich mit dem letzten eigentlich sehr zufrieden. Zwei Dinge haben mich zum Wechseln bewegt. Zum einen habe ich im Institut einen 24-Zoll-Monitor bekommen und gesehen, dass meine Seite recht stark gezerrt wurde - Inhalt links, das Tabmenü am rechten Rand und dazwischen gähnende Leere. Zum anderen ist mir die Datenstruktur, die hinter der Seite lag (Backend), inzwischen zu unflexibel geworden. Diese habe ich vollständig überarbeitet, sodass die größten Neuerungen eigentlich verborgen hinter der neuen Fassade liegen.

Da mir das vorherige Layout eigentlich recht gut gefallen hat, habe ich die farbliche Gestaltung nahezu vollständig übernommen, wie unschwer zu erkennen ist. Mit der Neuerung habe ich auch gleichzeitig mal ein wenig aufgeräumt und reduziert. Gerade bei den Downloads ist somit ein sichtbarer Schwund zu vermelden, wobei die alten Tools weiterhin bei SourceForge.net zu finden sind! Meine JavaScripte habe ich neu sortiert und in einem eigenen Bereich zusammengestellt. Die erstellten Spiele können nun nicht nur ausprobiert werden, sondern sind direkt downloadbar - für die eigene Homepage. Mit der Umstellung habe ich die URIs auch geändert. Ich weiß, dass dies eigentlich ungünstig ist, da Cool URIs don't change, aber es ließ sich in meinen Augen nicht vermeiden. Ich habe versucht, alle alten Anfragen auf die neuen Seiten umzuleiten. Wer etwas vermisst, sollte sich einfach mal im Forum melden.

Damit es auch etwas Neues zu entdecken gibt, habe ich ein weiteres Buch zur Überwachungsmessungen meiner kleinen Bücherecke hinzugefügt.


Formanalyse mit der FormFittingToolbox in JAG3D

02.08.2009

Die Ausgleichungssoftware JAG3D habe ich um ein neues Modul erweitert. Mit der FormFittingToolbox ist nun auch eine Formanalyse möglich. Das neue Modul ist in der Lage, die Parameter von Formen in der Ebene und im Raum zu schätzen. Derzeit stehen über 10 verschiedene geometrische Formen zur Verfügung, die durch ein Gauß-Helmert-Modell approximiert werden. Das Programm CircleFitting3D zur Bestimmung von ebenen und räumlichen Regressionskreisen und das Tool zur Ellipsenausgleichung sind vollständig in der FormFittingToolbox integriert. Während der Algorithmus der Kreisausgleichung komplett übernommen werden konnte, habe ich bei der Schätzung der Ellipsenparameter im Raum ein komplett neues mathematisches Modell aufgestellt. Die 3D-Ellipse wird nun über eine echte 3D-Ausgleichung bestimmt und nicht mehr in ein 2D-Problem überführt, bei dem lediglich die Projektion der eingeführten Punkte in einer Ebene minimiert werden. Die beiden alten Programme CircleFitting3D (Kreisausgleichung) und J-Ell-Fi (Ellipsenausgleichung) habe ich aus meinem Onlineangebot genommen. Sie stehen nur noch über die Projektseiten auf SourceForge.net zur Verfügung. Weitere Informationen können der kurzen Beschreibung der FormFittingToolbox entnommen werden.

Weiterhin haben die robusten BIBER-Schätzer, die in JAG3D integriert sind, ein kleines Update erhalten. Mit der Erweiterung soll die robuste Parameterschätzung unempfindlich(er) gegenüber schlechten Näherungswerten werden.
Die Koordinatentransformation in der Ebene wurde um einen weiteren Typ in CoordTrans ergänzt.

Aus allen drei Paketen können nun neben einem validen HTML-Report die vollständige Varianz-Kovarianz-Matrix als ASCII-Datei exportiert werden. Sollten Resultate aus JAG3D, CoordTrans oder der FormFittingToolbox lediglich Zwischenergebnisse sein, kann bei der Weiterverarbeitung der Daten eine strenge Fehlerfortpflanzung angewendet werden.


Nachbarschaftstreue Anpassung und Quaternionentransformation in CoordTrans integriert

07.06.2009

Das Koordinatentransformationsprogramm CoordTrans, welches als Zusatzmodul im Netzausgleichungsprogramm JAG3D enthalten ist, wurde Dank der vielen Anregungen im Forum erneut verbessert bzw. erweitert. Das Tool unterstützt nun auf Wunsch auch die im Kataster gebräuchlichen nachbarschaftstreuen Anpassungen der ermittelten Restklaffungen in den identischen Punkten. Grund für eine solche Anpassung ist, dass die Koordinaten der Passpunkte (in Abhängigkeit der jeweiligen Genauigkeit) durch die Transformation neue Koordinaten im Zielsystem erhalten. Diese Abweichungen sind bspw. beim Einpassen von kleinen Netzen in ein bestehendes (übergeordnetes) Netz unerwünscht, da hier das bestehende Zielsystem invariant bleiben muss. Ziel der nachbarschaftstreuen Anpassungen ist es somit, diese Differenzen in den Passpunkten zu minimieren und gleichzeitig die Nachbarschaftsbeziehungen im transformierten Koordinatensatz zu erhalten. CoordTrans unterstützt derzeit zwei Anpassungen:

  • Abstandsgewichtete Verteilung der Restklaffungen und
  • Multiquadratische Interpolation.

Der bei der Abstandsgewichtung benötigte Exponent sowie ein zusätzlicher Glättungsfaktor sind frei wählbar. Diese Parameter sind i.d.R. in den einzelnen Bundesländern verbindlich festgelegt. Bei der multiquadratischen Interpolation ist die Eingabe eines zusätzlichen Glättungsfaktors ebenfalls möglich.

Dadurch, dass die Gleichungen zur Koordinatentransformation in der Lage in eine lineare Form überführt werden können, ist die Bestimmung von Näherungswerten hier unproblematisch. Im Raum hingegen ist dies nicht möglich, sodass hier hinreichend gute Näherungswerte für die nicht-linearen Gleichungen benötigt werden. Niemeier (2008) widmet in seinem Buch der Bestimmung der Näherungswerte für die Parameterschätzung bei der 3D-Helmert-Transformation ein eigenes Kapitel. Hierbei werden die Parameter jeweils aus drei Passpunkten abgeleitet. Die ermittelte Lösung ist somit direkt von der Wahl dieser drei Punkte abhängig. Bei einer ungünstigen Verteilung können die so ermittelten Transformationsparameter erheblich von denen abweichen, die bei einer Lösung mit allen Passpunkten erzielt wird.

Eine weitere Möglichkeit bietet die Transformation unter Nutzung von Quaternionen. Bei dieser Quaternionentransformation werden die unbekannten Transformationsparameter ohne Vorgaben von Näherungswerten direkt aus dem gesamten Datenmaterial bestimmt. Die hierbei erzielte Lösung ist dabei Gleichwertig mit der einer Ausgleichung über Rotationsmatrizen und Eulerwinkel. Das diese Transformation verhältnismäßig einfach zu implementieren ist zeigt die Bestimmung der 7 Parameter einer Helmerttransformation mit Quaternionen. In CoordTrans sind beide Verfahren enthalten. Schlägt die Bestimmung der für die Quaternionentransformation benötigten Eigenwerte und Eigenvektoren fehl, wird auf das in Niemeier (2008) vorgeschlagene Konzept zurückgegriffen. Durch Permutationen mit anschließender Medianberechnung soll verhindert werden, dass ungünstig gewählte Punkte zu schlechten Näherungswerten führen, die das Gleichungssystem nicht konvergieren lassen. Die hierbei erzielten Näherungen waren stets so gut, dass das Gleichungssystem iterativ gelöst werden konnte.


1D-, 2D- und 3D-Transformationen mit CoordTrans in JAG3D

23.05.2009

Das in Java Graticule 3D implementierte Transformationsprogramm CoordTrans wurde um weitere Koordinatentransformationen erweitert. Neben den bisherigen ebenen und räumlichen Transformationen sind nun auch Transformationen im Eindimensionalen möglich. CoordTrans bietet damit über 15 verschiedene Transformationsarten.
Ferner ist nun auch eine Hilfe zum Modul enthalten, die grundlegende Fragen beantworten sollte. Auf Anregung von Wolfgang im Forum werden nun auch die Transformationsparameter auf der graphischen Oberfläche mit ausgegeben. Es ist somit nicht mehr nötig erst den Report zu erzeugen, um diese zu erfahren. Die aktuelle Version gibts im Downloadbereich der SF-Projektseite.


Koordinatentransformation in Netzausgleichungssoftware integriert

14.05.2009

Im Programmsystem Java Graticule 3D, welches 1D, 2D und 3D-Netze ausgleichen kann, ist nun auch ein Transformationsmodul mit enthalten. Hierdurch ist es nun möglich, Koordinatentransformationen in der Ebene und im Raum direkt in bzw. mit JAG3D durchzuführen. Das Modul, welches, da es vollständig neu erstellt wurde, CoordTrans heißt, biete nahezu alle Transformationen an, die auch in KoordTrans3D enthalten waren. Durch die direkte Integration konnte auf eine vielzahl von Klassen, die in JAG3D bereits vorhanden waren, zurückgegriffen werden. Anwender, die bereits mit der Software zur Netzausgleichung arbeiten, sollten sich daher recht schnell zurechtfinden.
Ferner kann für dieses Projekt nun auf sourceforge.net gevotet werden.


Neue Version von KoordTrans3D

13.04.2009

Ende 2007 gab es die letzte Änderung am Transformationsprogramm KoordTrans3D. Nun, nachdem mich Wolfgang auf ein paar Dinge hingewiesen hat, gibt es mal wieder ein Update dieser Software. Ich habe versucht, alle Hinweise von Wolfgang einzuarbeiten. Herausgekommen ist eine - vermutlich - leichter zu handhabende Version. Zur Anwendung kommt nur noch das Gauß-Markov-Modell mit gleichgenauen und unkorrelierten Beobachtungen. Ebenfalls möglich ist nun ein Export der transformierten Punkte aus dem Start- ins Zielsystem als einfache CSV-Datei.
Da ich im Moment an einer Integration verschiedener Transformationen in JAG3D arbeite, bin ich für weitere Anregungen offen.


Weltkarte mit allen Top-Level-Domains

01.04.2009
Weltkarte mit allen Top-Level-Domains
Weltkarte mit allen Top-Level-Domains

Gestern habe ich meinen nigelnagelneuen Wandschmuck, eine Weltkarte auf der alle Domainnamen bzw. -abkürzungen enthalten sind, per Post bekommen. Diese ziert nun, ganz der Vermessungsingenieur, meinen Büroraum im Institut.

Die Weltkarte ist deutlich größer, als ich es erwartet habe. Der Kalender, der vorher an diesem Platz hing, musste zumindest weichen. Auch die Qualität der Karte geht in Ordnung, wie ich finde!
Alles in allem ein schöner Eye-Catcher in meinem kleinen Zimmer, oder?


Am absoluten Nullpunkt - ein Kurztrip nach Frankreich zum EVGA

31.03.2009
19. European VLBI for Geodesy and Astrometry Working Meeting (EVGA)
19th EVGA in Bordeaux

Kurz nach meiner Einstellung am Geodätischen Institut der Universität Karlsruhe (GIK) besuchte ich das EVGA - European VLBI for Geodesy and Astrometry - Working-Meeting in Wien. Das Treffen, welches alle zwei Jahre stattfindet, dient als fachliches Forum, um Forschungsergebnisse zu präsentieren und mögliche zukünftige Aufgaben zu definieren. In diesem Jahr fand der zweitägige Workshop in Frankreich – genauer in Bordeaux – statt. Mit der Bahn führen wir, Conny und ich, von Karlsruhe über Paris nach Bordeaux mit dem französischen TGV. Da wir beide wohl nicht so schnell wieder nach Frankreich kommen, nutzten wir die Gelegenheit, um an die Tagung noch ein paar Tage Urlaub anzuhängen.

Das EVGA Working-Meeting war gut von den französischen Kollegen der Universität Bordeaux organsiert. In verschiedenen Sessions mit unterschiedlichen Schwerpunkten wurden Ergebnisse aus den letzten zwei Jahren präsentiert. Mit einem Vortrag zu den Vermessungsarbeiten und erzielten Resultaten in Onsala (Schweden) und einem Poster, welches die Arbeiten zur Referenzpunktbestimmung an VLBI-Radioteleskopen der letzten Jahre am GIK skizzierte, waren auch meine Arbeiten Teil des Seminars. Der International VLBI Service (IVS) feiert darüberhinaus 10-jähriges bestehen in diesem Jahr und nutzte die Gunst der Stunde in Bordeaux für eine kleine Feier. Das nächste EVGA wird in 2011 in Bonn stattfinden.

Bordeaux präsentierte sich als eine sehr schöne Stadt, die zum Großteil aus Sandstein errichtet wurde. Seit 2007 ist die Stadt, die wohl vor allem durch den Wein dieser Region bekannt ist, auch UNESCO-Weltkulturerbe. Gerade in der Innenstadt hat man sich viel Mühe mit der Restauration der alten Gebäude gegeben und ist bestrebt, dies im gesamten Stadtgebiet fortzuführen. Straßenkaffees und das perfekte Frühlingswetter taten ihr übriges.
Da unsere Zugverbindung über Paris führte, nutzen wir auch hier die Gelegenheit zur kurzen Stadtbesichtigung. Einen Tag hatten wir hierfür eingeplant, um die touristischen Highlights wie bspw. Eifelturm, Notre Dam, Louvre oder Arc de Triumphe zu besichtigen aber auch der geodätische Nullpunkt Frankreichs, der Point zéro des routes de France, stand mit auf unserem Reiseplan.
Natürlich habe ich wieder ein paar Bilder gemacht. Ein Teil davon habe ich in der kleinen Galerie 19th EVGA Bordeaux 2009 zusammengestellt.


Die ganze Welt der Domains

21.03.2009

Eine Domain-Weltkarte im Wert von ca. 30,- Euro gibt es für die schnellen unter Euch von united-domains.de gratis. Hierzu ist einfach ein wenig Werbung für diese Aktion zu machen. Weitere Informationen zur Aktion findet Ihr hier beschrieben - viel Erfolg.


Netzausgleichung mit Bedingungen

14.03.2009

In die Auswertesoftware JAG3D zur Berechung geodätischer Netze können nun vier zusätzliche Bedingungen eingeführt werden:

  • Lotfußpunkt,
  • Geradheit,
  • Rechtwinkligkeit und
  • Parallelität

Alle Bedingungsgleichungen gelten nur in der Lage und werden nicht als weiche Beobachtung eingeführt. Sollte dies, um zB mit bestimmten Vorschriften konform zu sein, nötig sein, so bitte ich mal um Rücksprache. Die aktuelle Version gibt es wie gehabt zum kostenlosen Download bei http://javagraticule3d.sourceforge.net.

Den Tagungsband zum Ausgleichungsseminar hat Herr Prof. Foppe dem geodätischen Portal als PDF zur Verfügung gestellt und kann dort für Interessierte geladen werden.


Mein Resümee zum GfG-Seminar

05.03.2009

Das heutige GfG-Seminar zum Thema: Ausgleichungsrechnung mit Interpretation der Ausgleichungsergebnisse war bis auf den letzten Platz ausgebucht - und der Besuch hat sich gelohnt. In drei Blöcken hat Prof. Foppe den interessierten Zuhörern die Handwerkszeuge der Ausgleichungsrechnung erklärt und mit kleinen nachvollziehbaren Beispielen die Theorie praxisgerecht serviert. Das man bei einem eintägigen Seminar nicht den Lehrstoff eines ganzen Buches oder einer Vorlesungsreihe erschlagen kann, ist klar. Nichtsdestotrotz wurden viele Vasetten der Parameterschätzung aufgezeigt.
Den zum Weiterbildungsseminar gehörenden Tagungsband habe ich in der Bibliothek inhaltlich kurz zusammengefasst.


Snake JavaScript geknackt

19.02.2009
Snake JavaScript gelöst
Snake JavaScript gelöst

Mein Arbeitskollege Hermann, mit dem ich mich seit einigen Wochen in Snake JavaScript duelliere, hat nun das Spiel geknackt. Die virtuelle Schlange füllt, wie man dem beigefügten Screenshot entnehmen kann, den gesamten Platz des 14x14 großen Terrariums aus, sodass das Spiel zu Ende ist. Man glaubt gar nicht, wie anstrengend das Spiel mit der Zeit wird. Gerade am Ende heißt es: Nerven bewahren und konzentriert die Schlange Reihe für Reihe lückenlos übers Spielfeld zu navigieren. Nunja, nun muß ich mir wohl eine neue Freizeitbeschäftigung für uns einfallen lassen...
Hermann, herzlichen Glückwunsch!


Ausgleichungsrechnung mit Interpretation der Ausgleichungsergebnisse

12.02.2009
Gesellschaft zur Förderung der Geodäsie e.V.
GfG - NB

An der Hochschule Neubrandenburg findet unter der Leitung von Prof. Dr. Foppe am 5. März ein Auffrischungskurs zur Ausgleichungsrechnung statt. Neben der Theorie soll an praktischen Beispielen die Anwendung gezeigt werden. Die Teilnahme kostet 50,- Euro. Interessierte sollten sich bis zum 27.02.2009 entschieden haben. Das genaue Programm des Seminars sieht wie folgt aus:

Grundlagen der Ausgleichungsrechnung

  • Grundbegriffe der Statistik
  • Ausgleichung Vermittelnder Beobachtungen (Gauß-Markov-Modell)
  • Allgemeinfall der Ausgleichungsrechnung (Gauß-Helmert-Modell)
  • Ausgleichung Bedingter Beobachtungen

Anwendungen, praktische Beispiele

  • Netzausgleichung, Datumsverfügung
  • Regressionsmodelle
  • Anwendung bei der Homogenisierung von Flurkarten

Interpretation der Ausgleichungsergebnisse

  • Konfidenzbereiche/-ellipsen
  • Statistische Tests
  • Varianzkomponentenschätzung
  • Zuverlässigkeitsparameter

Weiterhin stellt ein Softwareentwickler sein Produkt am Nachmittag vor. Weitere Details gibt es beim Geodäsie-Portal und auf der Hochschulseite.


I Lage + II Lage = Vollsatz

01.02.2009

Nachdem bisher nur die Halbsatzauswertung in meiner Software zur Netzausgleichung möglich war, können nun in zwei Lagen gemessene Richtungssätzte (Vollsätze) in JAG3D eingeführt werden. Die zweite Lage wird intern um 200gon reduziert, so dass nur eine Orientierungsunbekannte pro Satz geschätzt werden muß. Das Einführen von zwei Halbsätzen oder das manuelle Mitteln im Vorfeld sollte damit der Vergangenheit angehören.

Im Modus Netzplanung und Netzanalyse werden nun in den Ergebnistabellen die berechnete Beobachtungsgröße ausgegeben. In diesem Modus, der lediglich der a-priori Abschätzung dient, spielt der eigentliche Messwert sonst keine Rolle - eine Tabelle mit lauter Nullen sieht aber auch komisch aus.

In meiner virtuellen Bücherecke ist ein weiterer Klassiker aus dem Jahre 1968 von Walter Großmann hinzugekommen.


Problem mit InternetExplorer 8 im Sudoku JavaScript behoben

31.01.2009

Es gibt seit langen mal wieder eine neue Version vom Logikspiel Sudoku-Puzzle, da der neue InternetExplorer 8 Probleme beim Schieberegler für die Leveleinstellung hatte. Dieses Problem habe ich behoben und das Downloadpaket entsprechend angepasst.

Das kürzlich erstellt Spiel Snake ist nun auch als Snake-Widget für Opera verfügbar. Das Spiel gibts auf der offiziellen Seite vom Hersteller.


Neues Spiel, neues Glück...

22.01.2009

Nachdem ich schon ewig nichts mehr im Service-Bereich meiner kleinen Heimseite gemacht habe - hinzugefügte Fotos und Bücher mal ausgenommen, gibts ab sofort dort ein neues JavaScript Spiel - selbst geschrieben, versteht sich. Es handelt sich um den Klassiker Snake. Neben der Steuerung über die Cursortasten ist hier ebenfalls eine Alternative implementiert um vorbelegte Tasten und Funktionen des Browsers zu umgehen. Ähnliche Maßnahmen waren ja schon beim Tetris-Spiel notwenidg. Genaueres kann der Kurzbeschreibung entnommen werden.

Das geodätische Fachforum in Neubrandenburg vom 16./17. Januar 2009 ist sehr gut verlaufen. Die Vorträge gaben einen sehr breiten Überblick, wo Absolventen der Hochschule eine Anstellung gefunden haben. Die von mir gemachten Bilder von der Veranstaltung gibt es in der Galerie 15 Jahre Vermessungswesen an der HS-NB auf der Geodäten-Seite. Eine Festschrift, wie auch beim 10jährigen Jubiläum, ist in Planung. Im kommenden Jahr wird der Parallelstudiengang Geoinformatik 10 Jahre alt - das Feiern geht also weiter.


Schätzung der Varianzanteile der Beobachtungsgruppen hinzugefügt

13.01.2009

Die aus der Ausgleichung geschätzten Varianzanteile der Beobachtungsgruppen werden nun in einer zusammenfassenden Tabelle im Ergebnisreport von JAG3D mit ausgegeben. Hier werden alle Beobachtungen gleichen Typs zusammengefasst. Die Schätzung jeder einzelnen Gruppe ist weiterhin unter der jeweiligen Tabelle zu finden.

Den Globaltest, der Unstimmigkeiten zwischen stochastischem und mathematischem Modell aufzeigen kann, habe ich um eine zweiseitige Fragestellung erweitert, sodass auch pessimistische Genauigkeitsabschätzungen aufgedeckt werden (können).

Das stochastische Modell bei 1D-Beobachtungen d.h. Koordinatendifferenzen bzw. Nivellementsausgleichungen habe ich erweitert. Hier ist nun wahlweise auch ein streckenabhängiger bzw. -proportionaler stochastischer Ansatz möglich. Diese Option muß in den Gruppeneigenschaften explizit gewählt werden!
Das geänderte stochastische Modell ist in der Hilfe von JAG3D (neu) dokumentiert und mit Formeln veranschaulicht.

Ein kleinen Fehler habe ich auch noch gefunden in der freien räumlichen Netzausgleichung und natürlich behoben.