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JAG3D mówi po polsku

09.07.2015

Wer hätte gedacht, dass das freie Netzausgleichungsprogramm JAG3D mal so weite Kreise zieht und sich der Nutzerkreis nicht nur auf eine kleine Gruppe von Ingenieuren beschränkt? Inzwischen wird die seit 2007 existierende und kontinuierlich gepflegte und erweiterte Ausgleichungssoftware auch von Fachkollegen und Geodäten im nicht-deutschsprachigen Raum gern und häufig zum Lösen von Problemstellungen herangezogen. Eine Grundvoraussetzung zur korrekten Handhabung einer Software ist eine verständliche Oberflächensprache. Aus diesem Grund wurde die Default-Sprache inzwischen auf Englisch umgestellt. Die Einstiegshürde wird selbstverständlich noch kleiner, wenn eine Übersetzung in der jeweiligen Landessprache vorliegt. Insbesondere in diesem Bereich haben sich in den letzten Monaten viele freiwillige Helfer gefunden, so auch Mariusza Ostrowskiego. Er war so freundlich, und hat neben der Sprachdatei von JAG3D auch die der zugehörigen Module (CoordTrans, FormFittingToolbox und GeoTra) ins polnische übersetzt. Sollte das Betriebssystem auf Polnisch umgestellt sein, so wird diese Übersetzung direkt geladen. Um die Oberflächensprache zu erzwingen, kann die Flag −Duser.language=pl gesetzt werden beim Starten der Applikation.


JAG3D vorbește română

07.05.2015

Im letzten Jahr hat Jean-François Hullo die Oberfläche vom Ausgleichungsprogramm JAG3D ins Französische übersetzt und damit den Zugang für Kollegen aus Frankreich bzw. französisch sprechenden Regionen erheblich vereinfacht. Für Geodäten aus Rumänien hat jüngst Alexandra Dabija, die im Rahmen ihrer Master-Thesis JAG3D zur Netzauswertung verwendet, die graphische Benutzeroberfläche von JAG3D übersetzt. In der aktuellen Version von JAG3D ist die Sprachdatei enthalten. Sollte das Betriebssystem auf Rumänisch umgestellt sein, wird automatisch die Sprachdatei geladen, in jedem anderen Fall kann die Oberfläche durch den zusätzlichen Steuerparameter −Duser.language=ro in der beigefügten ini-Datei auch erzwungen werden.


Graphische Residuenanalyse in EDMFit hinzugefügt

28.04.2015
EDMFit - Analyse der Residuen mittels Plot
Graphische Analyse der Residuen in EDMFit zum Aufdecken von Modellstörungen

Für die Analyse von Messwerten gibt es verschiedene Herangehensweisen. Genauigkeitsmaße lassen sich bspw. direkt aus einer Kovarianzmatrix ablesen. Schwieriger wird es hingegen, die Dimension und Orientierung der Konfidenzellipse für einen 2D-Punkt anhand der Matrix zu erkennen. Aus diesem Grund greift man hier idR. auf eine graphische Analyse zurück und plottet die Ellipse.

Auch bei einfachen Messreihen bietet sich u.U. eine graphische Darstellung an, um Trends in den Daten zu detektieren, die sich anhand der nummerischen Werte nur bedingt erkennen lassen. Das Ausgleichungsprogramm EDMFit, welches die Auswertung von Messdaten linearer EDM Prüf- bzw. Kalibrierstrecken ermöglicht, wurde daher um eine Plotfunktion erweitert.

Nach der Ausgleichung werden die Streckenverbesserungen und die zugehörigen Unsicherheiten in einem Diagramm visualisiert. Trends, die bspw. durch einen Maßstabsfehler oder aber auch durch fehlende Reduktionsschritte verursacht werden, lassen sich durch die graphische Residuenanalyse problemlos aufdecken, wie im Plot beispielhaft zu erkennen ist. Als Graphiktoolbox wird JFreeChart verwendet.

Eine detaillierte Beschreibung der Berechnungsroutine von EDMFit kann den Allgemeinen Vermessungs-Nachrichten (AVN) 3/2015 entnommen werden. In Kooperation mit dem HLBG setzte das Labor für Industrielle Messtechnik (Frankfurt) einen mobilen Lasertracker AT401 zur Sollstreckenbestimmung ein. Die Auswertung der Lasertrackerdaten sowie die Überprüfung einer Leica Multistation (MS50) erfolgten anschließend mit EDMFit.


Unterstützung zusätzlicher Rohdatenformate in JAG3D

25.01.2015
DVW e.V.: Ich hab eine Freundin, die ist Geodätin
DVW e.V. 2014

Der direkte Import von spezifischen Formaten ist neben einer zeitgemäßen und intuitiv zu bedienenden graphischen Oberfläche einer der wichtigsten Punkte für die Wahl einer Software im täglichen Einsatz. Durch eine enge Zusammenarbeit mit Matthias Burg vom Ingenieurbüro Müller & Richter konnten im freien Netzausgleichungsprogramm JAG3D zwei weitere proprietäre Softwareformate hinzugefügt werden. Rohdaten von Topcon Nivellieren der DL-100 Serie und kompatiblen Instrumenten sowie Daten vom Feldrechnersystem Husky lassen sich durch die Arbeiten von Matthias nun ohne Umformatierung Integrieren. An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank!

Weiterhin möchte ich auf das vom DVW Hamburg/Schleswig-Holstein herausgegebene Pixi-Buch kurz aufmerksam machen. Dass inzwischen in der zweiten Auflage erschienene Kinderbuch: Ich habe eine Freundin, die ist Geodätin wurde mit viel Liebe zum Detail von Sylvia Schuster und Dorothea Tust entworfen und soll die öffentliche Wahrnehmung für die Vermessungsbranche und die Attraktivität für Frauen in diesem Berufsfeld erhöhen.